|

Interview mit
Antti Anatomy!
Danke an Kristin von
www.antti-anatomy.de.md
Interview mit Antti
– Berlin 23.09.07

In Kooperation mit
www.antti-anatomy.de.md

Geschafft – wir ( Antti, Caro, Joshua und ich ) sitzen in Berlin im Umkleideraum
von Day Eleven. Ein durchaus gutgelaunter Jonne schwebt trällernd an unserer Tür
vorbei und auch unser sympathischer Gesprächspartner mit den unverkennbaren
leuchtend-roten Dreads ist heute alles andere als ein Kind von Traurigkeit.
Nach Autogramm und Foto von und mit Antti für unseren scheinbar unhaltbar
aufgeregten Jung-Fan Joshua 9 Jahre!
Starten wir unser Interview.
Kristin: Hei Antti, ich bin Kristin und Joshua und Caro kennst du ja bereits.
Antti: Hei!
K.: Ok ...als Erstes möchte ich dich bitten diesen kleinen Bogen hier
auszufüllen.
A.: Ja, ok .
K.: Zunächst stehen hier die Namen deiner Bandkollegen, sowie dein eigener und
du sollst versuchen jeden mit 2 Worten zu umschreiben, die für dich
als am meisten zutreffend erscheinen. Und außerdem...
Ach, ähmmm, also - du kannst ja lesen... sicherlich! ( Gelächter )
A.: Oh, puh ... das ist echt schwer!
Als nächstes malt Antti wie gewünscht ein Selbstportrait,
bei dem er sich auffallend viel Mühe bei seinen Haaren gibt
und kommentiert das Ganze schließlich mit:
A.: Ähmmm, ja ... also wie ihr sehen könnt, bin ich ein echt schlechter
Zeichner!
( Gelächter )
Dann setzt er noch seine Signatur unter sein Meisterwerk
und wir beginnen mit den eigentlichen Fragen.

K.: Ok, dann lass uns mal anfangen... Heute Nacht ist euer letzter Gig
in Deutschland auf dieser Tour – Wie war es bis jetzt?
A.: Es war großartig...es ist immer wieder toll hierher zu kommen.
Es wird immer mehr...ich meine, es ist großartig zu wissen,
dass mehr und mehr Leute kommen, um unsere Show zu sehen.
Weißt du, wir hatten jetzt einige Gigs hier und ich persönlich fühle mich,
als hätten heute erst den ersten... wir fliegen morgen zurück nach Finnland
und ich würde wirklich gerne länger hier touren – einen Monat oder so.
Unsere Shows waren wirklich gut – ja, alles war einfach klasse!
K.: Ihr wart jetzt in einigen Städten hier – habt ihr eine , die ihr besonders
mögt?
A.: Ähmm, wir haben nicht wirklich viel Freizeit, um rauszugehen und uns die
Städte anzugucken. Überall wo wir hinfahren wachen wir im Bus auf und dann haben
wir Meet & Greets und Interviews und solche Sachen und dann kommt der
Sound-check und danach manchmal noch mehr Interviews und nach den Shows geht’s
gleich wieder in den Bus, denn dort leben wir im Moment und mit dem fahren wir
dann auch schon in die nächste Stadt. Es ist also immer wieder derselbe Ablauf
jeden Tag und so haben wir eben nicht viel Zeit. Aber wenn ich
einen schlechten Tag habe, dann versuche ich irgendwo hinzugehen.
Aber wie auch immer – es ist toll hier in Berlin zu spielen oder auch in Bochum
– das war jedes Mal sehr gut – das Publikum war immer großartig und sehr laut
und so. Und auch Leipzig, aber auf dieser Tour steht Leipzig nicht auf dem Plan
und ich weiß nicht warum.
Caro.: Aber gestern war es auch sehr gut.
A.: Ja, das stimmt.
K.: Du sprachst gerade über das Leben im Bus – ich kann mir vorstellen,
dass das nicht immer Teil des Traums vom Rock n Roll ist
dieses von Stadt – zu – Stadt und Gig – zu – Gig – Ziehens .
Was sind die positiven und die „ negativen „ Seiten des Tourens?
A.: Ich persönlich mag es sehr, dass wir im Bus leben. Du kannst dort nach der
Show relaxen oder Spaß haben und wenn du müde bist, gehst du eben hoch und legst
dich schlafen. Es ist wesentlich unkomplizierter als im Hotel zu schlafen. Also
sind da eigentlich keine negativen Seiten. Außer vielleicht, wenn du schlafen
willst und die anderen feiern unten Partys und du bekommst einfach keinen
Schlaf, selbst wenn du wirklich wolltest – das nervt , aber kommt nicht so oft
vor.
K. Wie ist das nach einem Gig – unterhaltet ihr euch untereinander darüber, wie
es war und sind eure Meinungen dann gleich oder gehen sie total auseinander,
so dass z.B. du sagst, dass es toll war,
aber Jay der Meinung ist, es war ein absoluter Reinfall?
A.: Oh, das ist lustig, denn üblicherweise ist es so, dass die Band sagt, es war
klasse und die Crew dann später auf uns zu kommt und sagt, dass es ein Reinfall
war und andersrum genauso ( Gelächter )
das ist komisch, wenn du persönlich es völlig anders empfunden hast.
Ja, ich weiß nicht warum aber unter den Bandkollegen ist das Empfinden
eigentlich immer gleich. Allerdings kann es durchaus passieren, dass ich es z.B.
richtig gut fand, und Jay nicht, denn jeder hört den Sound anders über seine
Ohrknöpfe.
K.: Ok, was ist das Erste, das du tust, wenn du von der Bühne kommst?
A.: Ich nehme meine Ohrknöpfe raus und dann wechsle ich meine Sachen,
weil ich jedes Mal sehr schwitze und dann trinke ich ein paar Bier und wir reden
über den Gig, wie er war und was so passiert ist. Und wir versuchen
runterzukommen, aber das dauert ewig.
K.: Ja, das kann ich mir vorstellen.
A.: Weißt du, nach der Show ist soviel Adrenalin in deinem Blut,
dass wenn du z.B. versuchst dir ein Buch zu nehmen und zu lesen, dies einfach
unmöglich ist... du begreifst kein Wort. Das ist schwer zu erklären, aber so ist
es.
K.: Wie ist das – gehst du persönlich zu vielen Konzerten in deiner Freizeit?
Ich habe dich z.B. beim Tammerfest bei Apulanta gesehen
also machst du das öfter?
A.: Oh ja, wenn wir in Tampere sind und es spielen dort Bands , die wir mögen ,
gehen wir eigentlich immer hin. Viele meiner Freunde spielen in Bands und ich
mag es sehr mit ihnen beim Gig zu sein...es ist sehr entspannt, wenn du nicht
selbst spielen musst und alles genießen kannst und einfach eine gute Zeit hast.
So ist es z.B. mit Uniklubi, einer Band in Finnland.
K.: Ja, ich weiß . (grins)
A.: Ja, das macht Spaß.
K.: So, du spielst Bass-Gitarre – was ist es, dass dich daran fasziniert?
Was ist das Besondere dabei?
A.: Ich versuche mich selbst zu trainieren. Einer meiner Idole ist Cliff Burton,
Metallicas erster Bassist, der 1986 in Schweden starb. Es war üblich für ihn
einige Teile aus der Klassik zu nehmen und sie in den Metal einzubringen.
Das klingt sehr gut in meinen Ohren und ich wünsche mir eines Tages
auch nur halb so gut zu sein wie er.
K.: Ja, ich verstehe, was du meinst.
A.: Ja, das ist , was ich mir wünsche.
K.: Ok, leider haben wir keine Zeit mehr,
daher schlage ich vor, dass wir noch ein Foto zusammen machen.
A.: Oh, ja , klar – sicher !
K.: Es ist so schade, ich hatte noch viele gute Fragen, aber 20 Minuten
ist echt nicht viel Zeit.
A.: Ja, das ist wirklich kurz. Das tut mir echt leid.

Dann machten wir noch ein paar Fotos und Antti suchte für Joshua Christus,
der sich zu unserem Pech schlafen gelegt hatte, ließ sich dadurch aber nicht
davon abbringen auch noch die anderen zu aufzusuchen und so bekam unser Jung-Fan
auch noch die Möglichkeit mit Jonne, Jay und Larry kurz zu quatschen und sich
Autogramme geben zu lassen und weitere Fotos zu machen.
Und als wir gehen wollen, ruft Antti noch:
A.: So, also Dankeschön!
K.: Ja, ich danke dir auch und wünsche euch alles gute für die restliche Tour !
A.: Danke... bye!
Tausend Dank Antti für deine Mühen
und auch für deine Zeit, um unsere Frage zu beantworten.
Was für ein sympathischer Mann!
Lieben Dank auch an alle, die das Interview möglich gemacht haben ! |